Natur- und Pflanzenschutz

Der Naturraum mit seiner Artenvielfalt, Eigenart und Schönheit ist zu erhalten. Eine nachhaltige Nutzbarmachung der Natur durch den Menschen ist zulässig.

Die Lebensgemeinschaft aus Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen sowie deren Naturraum stehen in sensibler Wechselwirkung und sind vor schädlichen Einflüssen zu schützen.

Boden- und Gewässerschutz

Die Funktionen des Bodens und der Gewässer sind dauerhaft zu sichern. Kein Bodenverbrauch durch neue Verbauungen.

Boden hilft gegen Klimawandel: Er ist nach den Ozeanen die zweitgrößte Lagerstätte für Kohlenstoff. Fruchtbarer Boden verhindert zudem Erosion, speichert Wasser und verringert Hochwassergefahren.

Schutz der biologischen Vielfalt

Wenn man Naturräume erhält und schützt, dann schützt man damit auch die dort lebenden Tier- und Pflanzen-Arten und somit die biologische Vielfalt.

Alle Bestandteile eines Ökosystems sind voneinander abhängig. Geht ein Bestandteil verloren, verändert sich das ganze System.

Klimaschutz, Umweltschutz oder Naturschutz?

Mit fortschreitender Globalisierung überschneiden sich zunehmend die Angelegenheiten.

Klimaschutz ist der Sammelbegriff für Maßnahmen, die der globalen Erwärmung entgegenwirken.

Der Umweltschutz betrachtet dagegen alle Aktivitäten des Menschen, die mit einer Gefahr für Ökosysteme und Artenvielfalt verbunden sind.

Und der Naturschutz richtet seinen Blick auf den Naturhaushalt als Ganzes und schaut, ob bei der Nutzung von Boden oder Gewässer, dessen Funktion gefährdet sein könnte.

Reduktion von Treibhausgasen

Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe. Erhalt der Wälder als Kohlenstoffdioxid-Speicher.

Reduktion der CO2-Emissionen, weil Kohlenstoffdioxid als wichtigster Treiber der gegenwärtigen Erderwärmung sehr lange in der Atmosphäre bleibt und manche Folgen des Klimawandels langfristig und irreversibel sind.

Ein anderes erderwärmendes Treibhausgas ist Methan (CH4). Das Gas kommt in gewaltigen Mengen gebunden in den sogenannten Permafrostböden vor. Diese Dauerfrostböden finden sich vor allem in den arktischen Gebieten. 

Gefährlicher Klimawandel

Die Klimaforschung konzentriert sich auf sogenannte „Kippelemente“, die das Weltklima ab einem bestimmten Ausmaß apodiktisch auf den Kopf stellen können.

Hierzu zählen: 1) Das Auftauen der Permafrostböden setzt zusätzlich Treibhausgase frei. 2) Das Abschmelzen der polaren Eisschilde lässt den Meeresspiegel ansteigen und verändert globale Meeres-Strömungen, die wiederum mit dem Wetter unvorhersehbar interagieren. 3) Eine zunehmende Veränderung der Monsun-Systeme wird beobachtet. 4) Der globale Temperaturanstieg beschleunigt sich momentan durch Rückkoppelungs-Effekte.

Fluginsekten – eine unverzichtbare Tierart

Hochwirksame Pestizide werden in der Landwirtschaft zur Bekämpfung von Schädlingen eingesetzt. Sie töten aber auch Insekten wie Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele weitere Blütenbesucher.

 

Insekten sind unverzichtbar für eine intakte Biodiversität und die Bestäubung von Wild- und Nutzpflanzen und damit für die Nahrungsmittelproduktion. Bienen etwa bestäuben rund 80 Prozent aller Kulturpflanzen.

Bienenstöcke für den urbanen Raum

Heute muss ein Imker nicht mehr zu seinen Bienenstöcken aufs Land fahren. Ein artgerechtes Imkern im urbanen Raum ist möglich. Anders als bei herkömmlichen Bienenstöcken bestimmt ein Sensor die Innentemperatur im Brutraum und steuert Lüfter oder Heizung. Das richtige Klima im Inneren vermeidet Stress für das Bienenvolk.


Mehr Bestäubung führt automatisch zu mehr Blumenblüten und lässt unsere Städte attraktiv erblühen.